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Schulpolitisches Lexikon

Hier erfährst du alles, was du über die deutsche Schulpolitik wissen musst.

 

Einführung

Zugegeben, Schulpolitik ist ein kompliziertes Gewirr aus Regelungen und merkwürdigen Begriffen, deren Wichtigkeit nicht jeder sofort nachvollziehen kann.

Wer sich aber die Zeit nimmt und sich ein wenig damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass die deutsche Schulpolitik sehr offen ist und Schülern Möglichkeiten bietet, sich ohne großen Aufwand an der Ausgestaltung des Schulalltags zu beteiligen.

 

Die schulischen Gremien

Seit der Weimarer Republik haben Schüler, Eltern und Lehrer in allen deutschen Oberschulen das Recht, aktiv an der Gestaltung schulinterner Belange mitzuwirken.

Zu diesem Zweck gibt es an jeder Schule drei gleichwertige Gremien:

1. Die Gesamtschülervertretung (GSV)

2. Die Gesamtelternvertretung (GEV)

3. Die Gesamtlehrervertretung (GLV)

Die Mitglieder jedes Gremiums treffen sich mehrmals im Jahr auf ihren Gremientreffen und sprechen dort über aktuelle Themen.

Bei den Schülern sind es die Klassen- und Jahrgangssprecher sowie der Schülersprecher, die in der GSV zusammenkommen, um dort die Wünsche und Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler zu diskutieren.

Allerdings dürfen die Gremien keine Beschlüsse fassen oder Entscheidungen treffen, die sich auf die gesamte Schule beziehen. Diesbezüglich haben sie lediglich eine beratende Funktion.

 

Die Schulkonferenz

Die Schulkonferenz ist das wichtigste schulpolitische Organ jeder Schule. Letzten Endes finden dort alle wichtigen Entscheidungen statt, beispielsweise die Unterrichtszeiten, die Hausordnung, die Nutzung der vorhandenen Gelder und und und.

In der Schulkonferenz sitzen zu gleichen Teilen Vertreter der drei Gremien, also vier Schüler, vier Eltern und vier Lehrer (und der Schulleiter). Dort wird über alles das diskutiert, was die gesamte Schule betrifft. Oft werden genau die Dinge besprochen, die bereits in einem der Gremien Thema waren.

 

 

Klassen- und Jahrgangssprecher

Zu Beginn jedes Schuljahres werden in allen Klassen je zwei Klassensprecher sowie in der Sekundarstufe II mehrere Jahrgangssprecher demokratisch gewählt. Zu ihren Aufgaben gehören die Vertretung der Interessen und Anliegen ihrer Klasse bzw. ihres Jahrgangs gegenüber den Lehrern sowie das Lösen von Problemen und Konflikten zwischen Mitschülern und Lehrkräften.

Außerdem sind die Klassensprecher (zusammen mit dem Klassenlehrer und den Elternsprechern) Teil der Klassenkonferenz.

Die wichtigste Aufgabe der Klassen- und Jahrgangssprecher ist es, die Interessen ihrer Klasse bzw. ihres Jahrgangs in der GSV zu vertreten und vorzutragen.

 

Das Schülersprecherteam

Der Schülersprecher ist der oberste Vertreter der Schüler. Jedes Jahr wird ein Schülersprecherteam von der gesamten Schülerschaft gewählt.

Die wichtigsten Aufgaben des Schülersprechers sind die Organisation und der Vorsitz der GSV (sofern niemand anderes zum Vorsitzenden gewählt wurde) sowie die Vertretung der Interessen der Schülerschaft in der Schulkonferenz (sofern dies nicht von anderen Schülern übernommen wird).